Treffpunkt Architektur Niederbayern und Oberpfalz
 
 

 
 

 
 

 

 
18.3.2014 - TANO informierte auf der Ausbildungsmesse in Pocking

 

Zum dritten Mal war der Treffpunkt Architektur Niederbayern und Oberpfalz der Bayerischen Architektenkammer (TANO) auf der Studien- und Berufsmesse des Wilhelm-Diess-Gymnasiums in Pocking mit einem Stand vertreten. Mit Projekttafeln zu Bauvorhaben, Plänen, Modellen und viel Fachkompetenz informierten Architektin und Innenarchitektin Helgamaria Zeilberger, TANO-Beirätin, Daniela Engelmann, stellvertretende Vorsitzende des Architekturforums Passau, sowie Praktikantin Lena Ranzinger über Perspektiven des Architektenberufs.

Aus der ganzen Region mit teilweise bis zu 100 Schülern pro Gymnasium waren die jungen Leute gekommen, um sich bei den insgesamt 36 Ausstellern über Studienmöglichkeiten und Arbeitswelten zu informieren. Unser Stand war vor allem von „Wiederholungstätern“, die bereits im vergangenen Jahr gekommen waren, stark frequentiert. Das Interesse am Berufsbild ArchitektIn / InnenarchitektIn / LandschaftsarchitektIn / StadtplanerIn ist bei beiden Geschlechtern ungebrochen groß. Aber es galt auch Vorbehalte auszuräumen hinsichtlich der späteren Verdienstmöglichkeiten sowie im Hinblick auf Chancen auf dem Bausektor allgemein. Viele Schüler zeigen Interesse, aber das Berufsbild des Architekten ist in ihren Augen doch noch sehr vom Nimbus des „Künstlers“ geprägt. Dabei wird meist vergessen, dass auch in diesem Beruf Alltagsgeschäft erledigt werden muss.

Die Konkurrenz zum Berufsbild Bauingenieur ist groß. Viele halten diesen Bereich für perspektivenreicher. O-Ton eines Schülers: „Ein Bauingenieur darf alles, was ein Architekt darf und mehr!“ Dieser Schüler konnte sich nicht vorstellen als „Zuarbeiter eines Bauingenieurs“ lediglich im künstlerischen Bereich tätig zu sein. Ein anderer Schüler, dessen Vater in der Fertighausbranche tätig ist, konfrontierte uns mit folgender Ansicht: „Die Architekten planen am Zeit- und Allgemeingeschmack vorbei!“ Dass der Allgemeingeschmack jedoch nicht unbedingt mit Qualität zu tun hat, wusste er jedoch nicht. Vom baukulturellen Auftrag der Architektenschaft hatte er noch nie gehört.

Diese Beispiele von Schüleraussagen werfen ein Schlaglicht auf die Geringschätzung, die Teile der Gesellschaft der Architektschaft entgegenbringen. Hier gilt es aktiv zu werden! Mit dem Programm „Architektur für Kinder“ der Bayerischen Architektenkammer und den Aktivitäten des TANO im Rahmen der Initiative „Schule + Architektur“ ist bereits ein wichtiger Anfang gemacht. Die Arbeit mit der jüngeren Generation muss jedoch noch intensiviert werden. Hoffnungsfroh stimmt die Aussage einer Schülerin: „Ich möchte Architektin werden, weil ich gerne aktiv mitgestalten möchte, wie ich leben will“.




 

 
  

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