Treffpunkt Architektur Niederbayern und Oberpfalz
 
 

 
 

 
 

 

 
30.6.2014 - Rückblick: Architekturforum Passau e.V. besichtigt Konzerthaus in Blaibach

Ein ganzer Reisebus wurde angemietet, um mit etwa 45 Architekturinteressierten im Rahmen der Reihe „Der besondere Ort“ das neue Gemeindehaus und das derzeit noch im Bau befindliche Konzerthaus in Blaibach zu besichtigen. Einer anfänglichen Video-Präsentation zu Fakten, Zahlen und Hintergründen im Saal des neuen Gemeindehauses mit Uta Hielscher von „Kulturwald - Festspiele Bayerischer Wald“  und dem verantwortlich zeichnenden Architekten Peter Haimerl folgte die Besichtigung der Gebäude.

Das vielfach international ausgezeichnete Duo, die Konzertpianistin Uta Hielscher und Bariton Thomas Bauer, wurde durch seine große Verbundenheit zur Musik, Mut für neue Wege und großes Engagement zum Initiator und treibenden Kraft  dieses ungewöhnlichen Projekts, ein Konzerthaus mit 200 Plätzen in einem 2000 Seelen-Ort zu bauen. „Der Kultur eine Hülle geben“, und das nicht nur in den großen Metropolen, war das ernsthafte Anliegen von Thomas Bauer und seiner Frau.

Mit dem Städtebau-Modellprojekt „Ort schafft Mitte“ hat Blaibach die Möglichkeit ergriffen, sein "sterbendes Dorfzentrum" mit dem Konzerthaus wieder mit Leben zu füllen. Dabei sind 60 Prozent öffentlich gefördert, den Rest teilen sich Gemeinde und Förderverein. Nach vorangegangenen aufregenden Monaten war im September 2013 Spatenstich. Knapp ein Jahr später soll im September dieses Jahres das erste Konzert stattfinden.

Der Architekt Peter Haimerl, gebürtiger Viechtacher mit Bürositz in München, zahlreich dotiert mit Architekturpreisen,  errichtet innerhalb dieser dörflichen Struktur einen visionär monolithischen Bau, der in seiner Form gleichzeitig für zeitgemäßen Minimalismus und Ausgewogenheit steht. Vergleichbar einer „gekippten Schuhschachtel“, wie er selbst formuliert, die der inneren Notwendigkeit der ansteigenden Sitzreihen folgt und somit nach außen ablesbar wird. Feine Details, selbstbewusste Baukörper, Verwendung innovativer Baumaterialen und ein subtiler Umgang im Aufeinandertreffen von Alt und Neu zeichnen den Architekten aus. Formal vertraut ihm die Gemeinde, hat er es doch mit seinem Nachbargebäude, dem Gemeindehaus, aufs Trefflichste verstanden, vorhandene dörfliche Proportionen, Stofflichkeit und Materialität in zeitgemäße Strukturen zu übersetzen und ohne modische Attitüden zu überzeugen.

Am 12.09.2014 ist Premiere, bis Jahresende sind 30 Konzerte anberaumt und viele davon bereits ausverkauft.


 




 

 
  

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