Treffpunkt Architektur Niederbayern und Oberpfalz
 
 

 
 

 
 

 

 
7.7.2014 - Rückblick: NEUMARKTneu: Vortrag – Diskussion – Gespräche

Architektenwettbewerbe sind bei den Bürgern Stadtgespräch. Oft sind es aber nur einzelne Schlagwörter, einzelne Brennpunkte aus den erfolgreichen Wettbewerbsbeiträgen, die in den Medien, auf der Straße und am Stammtisch öffentlich diskutiert, kritisiert oder gelobt werden. In Neumarkt i. d. OPf. wurden aktuell zwei Architektenwettbewerbe prämiert: einer für ein Ganzjahresbad, der andere für die Neu- und Umgestaltung der Innenstadt. Beide Projekte werden von Bürgern, Verbänden und Presse heiß diskutiert.

Der Treffpunkt Architektur Niederbayern und Oberpfalz der Bayerischen Architektenkammer (TANO) hatte deshalb zu einer Veranstaltung in das Museum für historische Maybach-Fahrzeuge eingeladen, die der Vorsitzende des TANO-Beirats, Johannes Berschneider, moderierte, und zu der rund 300 Interessierte gekommen waren. Vor der offenen Gesprächsrunde hatten die jeweiligen Wettbewerbssieger Gelegenheit, ihre Konzepte ausführlich und für alle verständlich in einem Kurzvortrag vorzustellen, „die Chance, den Spirit ihrer Arbeit rüber zu bringen“, wie Johannes Berschneider formulierte.

Kollege Norbert Diezinger erläuterte Intention und Planung des mit dem ersten Preis ausgezeichneten Ganzjahresbades mit Saunabereich. Das von Diezinger Architekten in Zusammenarbeit mit Adler & Olesch Landschaftsarchitekten entwickelte Konzept stieß überwiegend aus positive Resonanz. Kritische Fragen kammen lediglich zur Größe der Wasserflächen. So wurde betont, dass die im Wettbewerb vorgegebene Größe zu Konflikten in Bezug auf Nutzungszeiten für Schul-, Vereins- und Freizeitsportler führen könne. Der Architekt sowie die anwesende Stadtführung mit Oberbürgermeister Thomas Thumann und Stadtbaumeister Matthias Seemann versicherten, dass die konkrete Planung des Siegerprojektes noch gemeinsam weiter zu entwickeln sei. In die Gesprächsrunde brachten sich auch anwesende Stadtbaumeister anderer Orte ein, die Neumarkt zur Planung beglückwünschten und ihre Erfahrungen mit bereits bestehenden Bädern als Ratschläge weitergaben.

Mit teils harter Kritik wurde demgegenüber Alexander Hermening konfrontiert, der das Planungskonzept des Wettbewerbssiegers Levin Monsigny Landschaftsarchitekten (Berlin) zur Um- und Neugestaltung der Innenstadt vorstellte. Auf Grundlage der vorliegenden Planung wurde vor allem die verträgliche Menge an Stellplätzen und Bäumen für eine Innenstadt heftig diskutiert. Soll es nun eine „gute Stube“ sein, wie Landschaftsarchitekt Hermening den erfolgreichen Wettbewerbsentwurf charakterisierte, oder ein lebendiger Marktplatz, der seinem Namen gerecht wird, wie Bürger und Einzelhändler forderten?

Der Neumarkter Oberbürgermeister Thumann betonte, dass beide Wettbewerbe aus Beschlüssen des Stadtrates erwachsen seien. Die getroffenen Entscheidungen sollten nicht mehr neu aufgerollt oder grundsätzlich in Frage gestellt werden. Aus seiner Sicht hat die Jury die für die Stadt besten Projekte mit dem ersten Preis ausgezeichnet, die zudem zur Optimierung noch weiter entwickelt werden sollen.

Johannes Berschneider lobte abschließend den Weg der Stadt Neumarkt, ihre bauliche Zukunft über solche Architektur Wettbewerbe zu gestalten. Dies seien „mutige und richtige Schritte“. Mit Veranstaltungen wie NEUMARKTneu des Treffpunkts Architektur wolle man dabei den in Architekturwettbewerben erfolgreichen Kollegen den Rücken in der Öffentlichkeit stärken.


Von links oben nach rechts unten: Norbert Diezinger, Axel Hermening, Oberbürgermeister Thomas Thumann, Stadtbaumeister Matthias Seemann, Landrat Willibald Gailler, Direktor der Stadtwerke Neumarkt Dominique Kinzkofer

Lesen Sie hierzu auch die Berichterstattung der lokalen Presse:

Link zum Online-Artikel des Neumarkter Tagblattes vom 02.07.2014

Link zum Online-Artikel der Neumarkter Nachrichten vom 03.07.2014
 




 

 
  

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