Treffpunkt Architektur Niederbayern und Oberpfalz
 
 

 
 

 
 

 

 
24.11.2014 - Rückblick: Holzarchitektur entdecken in Passau und Waldkirchen

 „Holzarchitektur entdecken“, das war das Ziel von über 100 Teilnehmern, die am 7. November der Einladung des Netzwerks Forst und Holz im C.A.R.M.E.N. e.V. zur gleichnamigen Veranstaltung gefolgt waren. Neben der Besichtigung von zwei innovativen Großbauten in Holzbauweise  gab es Fachvorträge zum Thema „Wie und warum mit Holz bauen?“.

Die erste Besichtigung ging zu einem in der Region momentan einzigartigen Objekt: Ein neues Landratsamt in Holzbauweise. Alexander Schulze, Geschäftsführer des regionalen Netzwerks Forst und Holz, begrüßte Architekten, Holzhandwerker, Holzbauer und Interessierte aus Politik und Verwaltung aus ganz Ostbayern und übergab das Wort sogleich an Klaus Froschhammer, den leitenden Regierungsdirektor am Landratsamt Passau.

Anschließend führte Architekt Bert Reizky die Teilnehmer durch die Baustelle, erläuterte die Planung und ging auf technische Details ein. Für Begeisterung sorgte vor allem die äußere Gestaltung des Gebäudes, mit den roten Elementen und einer optischen „Klammer“, die den Neu- und den aufgestockten Altbau zu einem stimmigen Ensemble verbindet. „Zudem wird der natürliche Baustoff Holz in den Innenräumen künftig für ein angenehmes Raumklima sorgen, für Besucher wie auch Angestellte“, so Reiszky. Nicht aus Holz seien lediglich kleine Bereiche des Gebäudes, wie die Treppenhäuser und Installationsschächte.

Danach ging die Fahrt weiter nach Waldkirchen im Landkreis Freyung-Grafenau, wo noch einige weitere Teilnehmer zu der Veranstaltung hinzukamen. In Waldkirchen stand die Besichtigung einer neuen Firmenzentrale auf dem Programm, die seit Juli 2014 genutzt wird. Firmeninhaber Gerhard Wimmer, Sebastian Gruber, der Landrat des Landkreises Freyung-Grafenau und Alexander Schulze luden im Rahmen der Begrüßung dazu ein, das innovative Gebäude bei einem Rundgang selbst zu erkunden. Besonders von der offenen Eingangshalle, den einladenden Aufenthaltsbereichen und den freundlichen Büroräumen zeigten sich die Anwesenden begeistert. „Eine Arbeitsstätte so richtig zum Wohlfühlen“, so einer der Teilnehmer.

Wie diese entstanden war, zeigte ein kurzweiliger Film, in dem besonders die gute Zusammenarbeit zwischen allen an dem Bauvorhaben beteiligten Personen, vom Firmeninhaber, über den Architekten bis zu den ausführenden Handwerkern zur Geltung kam. Auf die Komplexität der Bauaufgabe und die Gestaltung des Gebäudes ging der Architekt Alex Sonnleitner ein. Auch hier sorgt die fast ausschließliche Verwendung von Holz für ein gutes Raum- und Arbeitsklima und das ausgeklügelte Lichtkonzept für angenehmes Arbeiten.

Dass es trotz der vielen Vorteile nicht immer ausschließlich Holz sein muss, machte anschließend der technische Planer des Gebäudes, Gordian Kley, deutlich. Gerade die Kombination mit anderen Materialien wie etwa Glas, Stahl oder Beton, hätte häufig Vorteile und einen optisch besonderen Reiz. Das in der Verbindung mit Holzbau häufig zu Unrecht kritisch gesehene Thema des Brandschutzes griff Experte Claus Schmied in seinem äußerst informativen und kurzweiligen Vortrag auf.


 
 




 

 
  

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