Treffpunkt Architektur Niederbayern und Oberpfalz
 
 

 
 

 
 

 

 
13.12.2008 - DETAIL Symposium Akustik in Neumarkt i.d.OPf

DETAIL Symposium Akustik "Vom Schall zum Klang"

in Kooperation mit dem Treffpunkt Architektur Niederbayern - Oberpfalz  der Bayerischen Architektenkammer

Samstag  13. Dezember 2008     10.30 Uhr  -  18.00 Uhr
Festsäle der Residenz,  Residenzplatz 7 , 92318  Neumarkt i.d.OPf.

Rund 70 Teilnehmer kamen ins Pfalzgrafenschloss im winterlichen Neumarkt in der Oberpfalz, um das Fachsymposium Akustik zu besuchen, das DETAIL mit der Unterstützung des Treffpunkts Architektur Niederbayern und Oberpfalz organisiert hatte. Das Programm lockte vor allem Architekten, aber auch Innenarchitekten, Ingenieure, Designer und Verarbeiter nach Neumarkt. Tobias Glaser von DETAIL und Johannes Berschneider von Berschneider+Berschneider sprachen die Grußworte. Oliver Heiss, der Moderator des Tages, eröffnete das Symposium und brachte das Motto der Veranstaltung durch das Zitat "Guter Klang definiert sich nicht durch die Lautstärke, sondern durch das Verhältnis zur Stille" auf den Punkt.

Als erster Referent gab Dr. Gerhard Thoma von BMW aus München einen Einblick in seine Arbeit. Er beschäftigt sich als Sounddesigner mit den Akustikprojekten der BMW AG und erläuterte auf äußerst amüsante aber doch fundierte Weise die besonderen akustischen Anforderungen der Automobilbranche. Die Erlebbarkeit eines Fahrzeuges gliedert sich nach seiner Meinung in eine direkte und eine indirekte Dimension. Den Kauf des Fahrzeuges bestimmen die direkten Merkmale wie Optik, Haptik und Klang. Qualität, Verbrauch und Nachhaltigkeit beeinflussen jedoch das Kaufverhalten nicht vordergründig. Die BMW-Akustiker kreieren den Klang des Wagens nach dem Wunsch des Kunden, so sind beispielsweise in Sport-, Gelände-, und Familienwagen die selben Motoren verbaut, jedoch weit entfernt vom Gleichklang.

Musiker, Toningenieur, Ingenieur für physikalische Ingenieurswissenschaften und gleichzeitig Geschäftsführer - das Multitalent Willsingh Wilson. Der Akustiker zeigte praxisorientierte Raumlösungen und Möglichkeiten für die Strukturierung unterschiedlicher Oberflächen auf und entführte uns in die Welt des Klangs

Ein weiterer fundierter Fachreferent war Dr. Eckard Mommertz, Autor des Fachbuchs DETAIL Praxis "Akustik und Schallschutz". Er gab den Teilnehmern wichtige Grundlagen zu Raum- und Bauakustik für den Planungsalltag mit auf den Weg, ergänzt von anschaulichen Beispielen aus seiner Beratungstätigkeit im Planungsbüro Müller-BBM. Das Fazit seines Vortrages: "In der Akustik lässt sich so einiges planen, berechnen, messen und baulich umsetzen...doch letztendlich zählt der Klang".

Wie wohnt man zeitgemäß in der Stadt? Seit Jahrzehnten stellen sich die Planer von Steidle Architekten dieser Frage. Reines Wohnen, Mischformen mit Gewerbe, sozialer Wohnungsbau oder Umgang mit dem Bestand - für das Büro macht die Zusammensetzung der Parameter den Reiz ihrer Bauten aus. Flexibilität ist dabei ein wichtiges Ziel. Die Flexibilität in der heutigen Gesellschaft stellt neue Herausforderungen an die Architektur. Auf Lärm und Schall in der Stadt reagieren die Steidle Architekten mit bewegten Fassaden und strukturierten Oberflächen und distanzieren sich so von der Glasarchitektur der Städte.

Musikalität wurde zum Motto des Franz Liszt Konzerthauses in Raiding. Die Referentin Saskia Hermanek stellte ein schnell realisiertes, frisches Projekt vor, das sich sehr angenehm in den ländlichen Kontext einfügt. Sie setzte sich mit der Akustik des Klangkörpers auseinander, mit seiner Materialität und Formgebung. Ein innovatives niederländisches Büro, das mit unkonventionellen Mitteln ein einzigartiges Akustikerlebnis realisierte.

Auch das aktuelle Thema Schulbau wurde auf dem Symposium beleuchtet. Anton Mang sorgt mit seinem Team von Wollmann&Mang für akustische Behaglichkeit in Kindergärten und Schulen. In klassischen Planungen gilt die Grundfläche des Raumes als Anhaltswert der akustischen Maßnahme. Mang interpretiert diese neu und nutzt nicht nur die Boden- und Deckenoberfläche als Absorber, sondern aktiviert zusätzlich die Wandflächen und Oberflächen der Einbauten.

Heinz Mornhinweg, Geschäftsführer der KSP Architekten, referierte über die Entwicklung der Kommunikationswelten. Vom einfachen Brief hin zum hochtechnisierten Büroraum. Richtiges Raumklima in der modernen Stadtarchitektur sorgt für Effektivität und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter und für ein nachhaltiges Gebäude.

Programm als pdf-Datei

Weitere Infos unter: www.detail.de/akustik

 

 




 

 
  

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