Bauherrenpreis 2026 der Stadt Landshut

Stadt Landshut – Markt Altdorf

Bauherrenpreis 2026

Auslober

Stadt Landshut – Referat für Bauen und Umwelt – Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung,
vertreten durch Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger,
Markt Altdorf – Bauamt,
vertreten durch Bürgermeister Sebastian Stanglmaier

Anlass
Um die Vielfalt des alltäglichen Bauens und deren Qualität zu unterstützen und Beispiele für zukünftiges Bauen herauszustellen, loben die Stadt Landshut und der Markt Altdorf einen Bauherrenpreis aus. Ausgangspunkt der Bewertung ist die architektonische bzw. landschaftsgestalterische Qualität der zur Teilnahme eingereichten Bauvorhaben, ihre Planungs- und Baugeschichte. Das Spektrum der Betrachtung umfasst dabei die städtebauliche Qualität im Umgang mit dem öffentlichen und privaten Freiraum der Stadt, beginnend bei der Einfügung in die Umgebung, der gestalterischen Ausführung im Ganzen und im Detail bis zur funktionalen, wirtschaftlichen und energetischen Qualität des Baus. Es beinhaltet den räumlich-gestalterischen Entwurf, dessen konstruktive Ausarbeitung bzw. Materialisierung und schließt ökologische und ökonomische Bilanz, Energiehaushalt sowie alle vorausschauenden Überlegungen zum langfristigen Lebens- und Reifungsprozess zukunftsfähiger Bauten mit ein.

Die Bewertung der eingereichten Projekte erfolgt auf Basis folgender Kriterien:

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„Ich will, dass die Kinder die Bücher klauen!“

Architekt Christian Matt, Partner bei Dorner Matt Architekten aus Bregenz, begeistert mit Poesie, Dialektik und Leidenschaft beim zweiten Jubiläums-Vortrag der BDA-Reihe „Architektur + Baukultur 2026“.

Neumarkt, 22.04.2026: Tageslichtheller Holzbau mit großzügigen Verglasungen an Fassade und Decke. Innen und außen verschmelzen, Übergänge fließen. Offene Bücherregale, keine Tür, keine geschlossenen Wände. „Da kann ja jeder alles mitnehmen!“ lautete eine Kritik aus dem Gremium, das den Entwurf absegnen sollte. „Gut so!“ entgegnete die Schulleiterin. „Ich will, dass die Kinder die Bücher klauen!“ 2017 wurde dieses Bauvorhaben fertiggestellt. So, wie es der Entwurf vorsah. Ein solches Beispiel verdeutlicht Haltung und Erfolg, die sich in zahlreichen Projekten von Dorner Matt Architekten wiederfinden. Diese präsentierte Büropartner und Architekt Christian Matt im Rahmen der BDA-Frühjahrsvorträge „Architektur + Baukultur 2026“, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Die Reihe wurde 2001 von Johannes Berschneider ins Leben gerufen und wird heute von Andreas Schmid, Architekt BDA und Stadtplaner sowie Geschäftsführer von Berschneider + Berschneider Architekten BDA + Innenarchitekten, weitergeführt. Seit einem Vierteljahrhundert zieht sie Architekturschaffende und interessierte Öffentlichkeit gleichermaßen an – und zeigte auch an diesem Abend eindrucksvoll, warum.

Haltung, Grau und 300 Gäste

Haltung zeigen, Perspektiven wechseln und eine Hommage an den Farbton Grau – vor allem mit diesen Qualitäten begeisterte Christian Matt in seinem Werkbericht UNDONE den wieder einmal bis auf den letzten Platz besetzten Vortragssaal des Maybach-Museums in Neumarkt. Rund 300 Gäste erlebten einen Abend, der sich bewusst jeder einfachen Einordnung entzog. Dorner Matt Architekten realisieren Wohnbauten, Gemeinde- und Sozialzentren, Kindergärten, Pflegeheime sowie Büro- und Geschäftsgebäude – regional und darüber hinaus. Kennzeichnend sind der präzise Umgang mit Material, die Qualität der Räume und die Einbindung gesellschaftlicher sowie energetischer Fragen in die Entwürfe. Die Arbeiten wurden vielfach in hoch dotierten Wettbewerben und Architekturpreisen gewürdigt – unter anderem mit Nominierungen für den Mies van der Rohe Award sowie bei Auszeichnungen rund um Architektur und Nachhaltigkeit. 2027 steht zudem das 30-jährige Büro-Jubiläum an.

30 Jahre Werk: Denken auf Umwegen

Ein Vortrag aus 30 Jahren Bürogeschichte: der eines Vorarlbergers, der selbstverständlich mit Holz baut – aber eben nicht nur. Einer, der Bedürfnisse von Menschen erkennt, bevor sie formuliert werden, der Räume, Fassaden und Volumen entwickelt und dabei ebenso selbstverständlich bei Hegel, Sloterdijk oder Cézanne nachliest. Einer, der Materialien nicht nur kennt, sondern mit ihnen spielt. Und einer, der von sich sagt, noch nie gedacht zu haben: „Morgen muss ich in die Arbeit gehen.“ Der Abend war dabei alles andere als ein linearer Werkbericht. Zitate, Comics und gedankliche Exkurse in Philosophie, Kunst und sogar Naturwissenschaften durchzogen den Vortrag. Immer wieder sprach Matt davon, den eigenen Weg zu verlassen, Umwege zuzulassen, um mehr zu sehen – und erst dann zu tragfähigen Ergebnissen zu kommen. Auch im Umgang mit Material zeigte sich diese Haltung. Der Holzbau, tief verwurzelt in der Vorarlberger Tradition, war präsent – doch ebenso Beispiele, die mit Erwartungen brachen: Waschbeton, der dem Tennissand beigemischt wurde, oder Ziegelreste, die als vermeintlicher Abfall eine neue gestalterische Qualität erhielten. Es ging Matt nie um das Material allein, sondern um dessen Geschichte, Wirkung und Möglichkeiten.

Beliebter Ausklang und Ausblick

Im traditionellen Kurzinterview sprachen Moderator Andreas Schmid und Matt über Veränderungen der Architekturszene in den letzten 30 Jahren, darüber, wo Normen helfen und wo nicht, und was wir als Nachbarländer voneinander lernen möchten. Im Anschluss nutzten viele Gäste wieder die Gelegenheit, sich bei der obligatorischen Brotzeit im Foyer zu treffen und den Vortrag wirken zu lassen.

Text: BERSCHNEIDER + BERSCHNEIDER ARCHITEKTEN BDA + INNENARCHITEKTEN
Melanie Schlegel | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 09181 – 4774 20 | schlegel@berschneider.com

Fotos: BERSCHNEIDER + BERSCHNEIDER ARCHITEKTEN BDA + INNENARCHITEKTEN
Melanie Schlegel und Andreas Schmid

„Dichte ist Trumpf. Auch für Dörfer und Kleinstädte“

Vortrag in Kooperation mit dem ArchitekturForum Passau 

Der Referent Nikolaus Bernau ist ausgebildeter Kunsthistoriker und diplomierter Architekt, er forscht als  Architekturhistoriker und Journalist unter anderem zum Städtebau der Moderne.  

Am 29. Oktober 2025 kam im Museum Moderne Kunst Wörlen in Passau ein interessiertes Publikum in den Genuss, einem von Dorfgemeinschaften über Einfamilienhaussiedlungen bis zu Wohnhochhäusern, von der Wohnzelle bis zur Mega-City gespannten Bogen zu folgen.

In einem mitreißenden Vortrag wurden von Nikolaus Bernau neben allgemeinen städtebaulichen Grundprinzipien insbesondere Aspekte der Lebensgrundlagen menschlicher Gemeinschaften und der Wert landwirtschaftlicher Flächen beleuchtet. Erfordern der Abschied von der auf fossilen Brennstoffen basierenden Mobilität, die Digitalisierung der Arbeitswelten und die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen ein grundsätzliches Umdenken?

In der sich an den Vortrag anschließenden regen Diskussion zwischen Vortragendem und dem bis auf den letzten Platz besetzten Auditorium brachte zum Ausdruck, welch interessante Denkanstöße der Abend gegeben hatte.

Wieder volles Haus – BDA-Herbstvorträge „Architektur + Baukultur 2025“ begeistern

Die BDA-Herbstvortragsreihe „Architektur + Baukultur“ bestätigte auch 2025 ihre Anziehungskraft: An allen Abenden war der Vortragssaal im Museum für historische Maybach Fahrzeuge voll. Zum Auftakt kamen schon rund 300 Gäste, die zum Teil nur noch einen Stehplatz fanden. Die Verbindung aus internationaler Strahlkraft und regionaler Verankerung erwies sich erneut als Publikumsmagnet. Organisiert wurde die Reihe wie immer vom Büro Berschneider + Berschneider, moderiert von Architekt Andreas Schmid.

Vorträge aus Österreich, der Schweiz und Deutschland

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BDA-Herbstvorträge „Architektur + Baukultur 2025“

Neugierde, Performanz und Verantwortung – Werkberichte starker Architekten, die für mutige Konzepte, regionale Verankerung und internationale Perspektiven stehen.
Die BDA-Vortragsreihe „Architektur + Baukultur 2025“ geht in die Herbstsaison: Auftakt ist am Dienstag, 8. Oktober 2025 um 19.00 Uhr mit Patrick Lüth (Snøhetta, Innsbruck) im Museum für historische Maybach Fahrzeuge in Neumarkt i.d.OPf.

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3. Regensburger Baukulturtage

Mit der Ausstellung „RÄUME FÜR ALLE?!“ wurden zu den 3. Baukulturtagen Elemente der Ausstellung „Spaces of Solidarity“ der Forschungsgruppe „Transforming Solidarities“ nach Regensburg geholt. Die Ausstellung zeigte im M26, der kulturellen Zwischennutzung in der Maximilianstraße 26, Berliner Projekte aus den Bereichen Wohnen, Arbeit und Gesundheit, die aufzeigen, welche solidarische Zukunft möglich ist.

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BDA-Frühjahrsvorträge „Architektur + Baukultur 2025“

Wohnen mal der besonderen Art mit viel Glas und Blickkontakt zum Nachbarn: die  Berliner Architektin Johanna Meyer-Grohbrügge füllte am 26.03.2025 zum Start der Frühjahrssaison „Architektur + Baukultur“ in Neumarkt mit ihrem fesselnden Werkbericht „Transparenz“ den Saal des Museums für Maybach Fahrzeuge mit Architekturfans. Den 126. Vortrag der Reihe seit 2001 hatte wie immer das Büro Berschneider + Berschneider organisiert, mit Architekt Andreas Schmid als Moderator.

Johanna Meyer-Grohbrügge: Eine Architektin mit vielfältigem Hintergrund

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Nachhaltigkeit, Tiroler Meisterwerke und Low-Tech-Revolution

BDA-Herbstvortragsreihe „Architektur + Baukultur“ 2024 im Museum für historische Maybach-Fahrzeuge

Anna Heringer, Laufen 9. Oktober 2024
Rainer Köberl, A-Innsbruck 23. Oktober 2024
Andy Senn, CH-St. Gallen 13. November 2024

Seit 2001 begeistert die BDA-Vortragsreihe „Architektur + Baukultur“ in Neumarkt i.d.OPf. für starke Architektur und setzte im Herbst 2024 erneut Maßstäbe:

Foto: Berschneider+Berschneider GmbH
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